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„Sicherheitsempfinden“ der Deutschen schwindet – welche Methoden des Selbstschutzes gibt es?

„Sicherheitsempfinden“ der Deutschen schwindet – welche Methoden des Selbstschutzes gibt es?

(von Niki Vogt) Die Frauen verschwinden mehr und mehr aus dem öffentlichen Leben. Wir alle wissen es von Unterhaltungen im Freundeskreis, von Nachbarn, aus den Leserzuschriften, aus Umfragen. Begonnen hatte das mit dem Paukenschlag der furchtbaren, massenhaften, sexuellen Übergriffen und Brutalitäten in Köln und anderen Großstädten. Frauen fangen seitdem an, öffentliche Plätze zu meiden. Sie fahren nun lieber mit dem Auto, als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie meiden Bahnhöfe. Morgens ist es noch relativ angenehm. Dann sind dort nur Reisende und Pendler, die zur Arbeit fahren. Ja, auch dabei sind Migranten, aber das sind die, die wie wir alle arbeiten gehn und froh sind, wenn sie im Zug noch etwas schlafen können und niemanden belästigen. Ab Nachmittag bis zum Abend ändert sich das Bild. Dunkle Augen mustern einen unverhohlen unfreundlich und die in Gruppen stehenden Männer machen unzweideutige, bisweilen aggressive „Angebote“. Die meisten Reisenden richten den Blick stur geradeaus, um niemanden anzuschauen und beeilen sich, aus dem Bahnhof zu kommen. Auch in Bussen und S-Bahnen sieht man immer weniger Frauen. Zuviele machen die Erfahrung, daß sich ein Fahrgast ungebetenerweise neben sie setzt, oder gegenüber und seine Angebote aufdrängt, die Hände nicht bei sich lassen kann. Alle anderen schauen weg, es könnte Ärger geben. Kaum eine Frau geht noch abends alleine aus. Fröhliche Frauengrüppchen verkneifen sich vorsichtshalber eine lustige Kneipentour. Die Betreiber der Gaststätten, die früher von Freitagabend bis Sonntagabend die Bude gerammelt voll hatten, haben heute Probleme, weibliche Gäste zu bekommen. Einige Gastwirte haben schon zu sehr restriktiven Maßnahmen greifen müssen, um in ihrem Laden der Verhältnisse wieder Herr zu werden. Immer wieder lesen wir von Angriffen auf Frauen, in Berlin gab es Angriffe gegen Frauen mit Säure ins Gesicht. Wir wissen nicht, an welcher Ecke der nächste uns als Freiwild betrachtet oder irgendeinen verqueren Haß an der nächsten Frau austoben will. Die Kölner Bürgermeisterin Rieker empfahl nach dem Kölner „Sexmob“ den Frauen, sich gegen Angreifer zu schützen, indem sie eine Armlänge Abstand halten. Sie erntete von der erbosten Bevölkerung und den verhöhnten Opfern dafür beißenden Spott.

Die FAZ berichtet: „Öffentliche Verkehrsmittel meidet jede dritte der befragten Frauen (31 Prozent), etwas weniger als die Hälfte der Befragten (45 Prozent) hält dies seit zwei Jahren so. Dreizehn Prozent der befragten Frauen haben Reizgas in der Tasche, die Mehrheit von diesen (65 Prozent) setzt heute häufiger als vor zwei Jahren auf den Selbstschutz.“

Laut Fokus gaben 58 % der Frauen in einer Emnid-Umfrage an, daß öffentliche Orte für sie weniger sicher seien als früher. 48 % vermeiden bestimmte Gebiete in ihrem Wohnort, 16% tragen Pfefferspray bei sich. Die Stellungnahmen der befragten Frauen in diesem Artikel sind lesenswert.

Die Angriffe kommen aus heiterem Himmel. Ob München, Berlin, auf dem Weihnachtsmarkt, in irgendein Einkaufszentrum zur Stoßzeit. Sei es ein axtschwingender „minderjähriger Flüchtling“ in einer Regionalbahn, oder jemand, der einfach mit dem Messer oder einem Auto in die Stadt prescht und wahllos Leute tötet … die Deutschen und auch die friedlichen Zuwanderer leben mittlerweile in ständiger Erwartung eines Angriffes. Man lebt in dem unguten Gefühl, daß es überall jederzeit losgehen kann.

Viele Medien versuchen, das ganze herunterzuspielen und greifen zu sehr eigenwilligen Formulierungen. So schreibt der NDR: „Deutsche fühlen sich trotz Zuwanderung sicher – doch die Sorgen steigen“, und behauptet, 75% der Deutschen fühle sich „auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder in Verkehrsmitteln sicher oder sogar sehr sicher.“ Dann aber wird nach allen möglichen Windungen und Drehungen doch aufgezählt, wo und vor wem sich die Deutschen alle nicht mehr sicher fühlen. Eine Kostprobe aus dem Artikel:

„Die Sicherheit in Deutschland hat sich über Jahre kontinuierlich verbessert und ist nach wie vor auf sehr hohem Niveau„, sagt Dr. Dominic Kudlacek vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Allerdings zeigten die polizeilichen Kriminalstatistiken in den letzten Jahren eine steigende Zahl nicht-deutscher Tatverdächtiger, so Kudlacek weiter. Dieser Anstieg der erfassten Taten sei dabei in erster Linie dem Zuwachs der Bevölkerung infolge der Flüchtlingswanderungen zuzuschreiben. Jedoch falle auf, dass bestimmte Gruppen, wie z. B. die Zuwanderer aus Nordafrika (Algerien, Marokko, Tunesien), bei bestimmten Straftaten (z. B. Rohheitsdelikte, Diebstahl oder Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung) überproportional auffällig sind.

Die im Artikel beschriebenen Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl sind deutlich: „Die Befragten geben weiter an, dass sich ihr Verhalten in den vergangenen zwei Jahren verändert hat. So vermeiden 62 Prozent aller Frauen abends bestimmte Straßen, Parks oder Plätze – ein gutes Drittel davon (36 Prozent) gibt an, dies seit zwei Jahren häufiger zu tun. Öffentliche Verkehrsmittel am Abend vermeidet jede dritte befragte Frau (31 Prozent). Annähernd die Hälfte von ihnen (45 Prozent) tut dies häufiger als vor zwei Jahren. Ein gesteigertes Bedrohungsgefühl zeigt sich vor allem daran, dass 13 Prozent aller befragten Frauen Reizgas bei sich tragen – mehr als jede zweite darunter (65 Prozent) häufiger als noch vor zwei Jahren.“

Niemand kann sich auf Dauer zu Hause einbunkern. Wir alle müssen zur Arbeit, Besorgungen machen, einkaufen, Besuche machen, verreisen. Aber da wir nicht wissen, an welchem Ort zu welcher Zeit der nächste, vielleicht sogar tödliche Angriff stattfinden wird, haben die Bürger das Bedürfnis, sich wenigstens schützen zu können. Man sollte meinen, das sei im Sinne der Allgemeinheit, da man dann zusammen auch besser attackierten Opfern helfen kann. Dem ist aber nicht so. Die staatlichen Vorschriften sind sehr streng – und sie werden nicht gerecht angewendet. Während die Angreifer kaum ernsthafte Konsequenzen zu fürchten haben und meist sehr schnell wieder auf freiem Fuß sind, haben die Bürger sofort mit harschen Strafen zu rechnen, wenn sie sich gegen einen Angriff in unerlaubter Weise wehren. Justitia ist auf einem Auge erblindet.

Was also ist als Selbstverteidigung erlaubt? Was effektiv?

Reizgas- und Pfefferspray Eines der einfachsten und beliebtesten Mittel ist ein Spräydöschen mit Reizgas. Es ist preiswert, handlich, leicht und kann in der Mantel- oder Jackentasche unauffälig mitgeführt werden. Man hat es sofort in der Hand und einsatzbereit. Befüllt sind die Döschen entweder mit Tränengas oder einer Pfefferextrakte enthaltenden Flüssigkeit. Hier gibt es aber Verschiedenes zu beachten!

Zuerst einmal wirken die Spraydosen nur auf ganz kurze Entfernung, unter zwei Metern. Damit ist auch die unmittelbare Nähe und Bedrohung gegeben, die zur Notwehr berechtigt. Trotz Angst und Panik muß man beim Einsatz dieser Spraydosen darauf achten, daß man nicht gegen den Wind sprüht. Sonst weht einem das Abwehrmittel selbst ins Gesicht und man wird außer Gefecht gesetzt und vollkommen wehrlos.

Um sich wirksam mit einem solchen Spray zu schützen, sollte man das Döschen auch sicher griffbereit haben. Muß man im Ernstfall  die Taschen danach durchwühlen, ist es zu spät. Es sollte aber nicht für jemand anders sichtbar sein, denn sonst könnte der Täter es entdecken, dem Opfer entwenden und es gegen das Opfer einsetzen. Es gilt in jedem Fall, eine Konfrontation mit dem Täter zu vermeiden, wenn das möglich ist. Muß man das Spray einsetzen, dann soll man nicht das Spray mit ausgestrecktem Arm dem Täter entgegenhalten, zu leicht kann er es aus der Hand reißen und gegen das Opfer einsetzen. Sicherer ist es, das Spray dicht am Oberkörper zu halten (aber nicht vor das eigene Gesicht! Kontakt mit dem Gas möglich!) und mit der anderen Hand den Täter für die Sekunden auf Abstand zu halten, die es braucht auf den Sprühknopf zu drücken. Man sprüht den Reizstoff auf das Gesicht des Angreifers. An Kleidung oder Händen des Täters kann der Reizstoff keine Wirkung entfalten.

Tränengas oder auch CS-Gas ist eine Chemikalie, die die Atemwege angreift. Es wirkt nicht so schnell, wie Pfefferspray, kann aber zu gefährlichen Allergien führen. Und es hat einen erheblichen Unsicherheitsfaktor. 20% der Menschen reagiert gar nicht auf das Tränengas. Insbesondere Betrunkene lassen sich zum Teil davon nicht aufhalten. Für den Anwender ist das aber der Supergau, denn es kann passieren, daß man selbst durch das Tränengas in Atemnot kommt und fast blind ist, während der Angreifer kaum dadurch behindert wird.

Anders ist es beim Pfefferspray. Es enthält einen Wirkstoff aus dem Chilistrauch (Capsaicin), der sofort seine Wirkung entfaltet. Wer schon einmal beim Kochen eine Chilischote kleingeschnitten hat, und dann aus Versehen mit den Fingern an den Mund, in die Nase oder an die Augen gekommen ist weiß, wie teuflisch dieser Wirkstoff schmerzt und wie lange das noch nachbrennt. Die Sprays enthalten einen in Alkohol gelösten Extrakt aus Cayenne-Pfeffer und Chilis. Bei dem, der damit besprüht wird, brennen dann die Atemwege, die Augen, Mund und Nase. Es kann auch zu Panik, Orientierungslosigkeit und Schock führen. Der Angreifer ist ersteinmal kampfunfähig. Dennoch sind weniger gefährliche Nebenwirkungen für den Betroffenen zu befürchten.

Diese Spraydosen sind frei verkäuflich. Man braucht keinen Waffenschein, um sie zu erwerben. Tränengas ist zur Selbstverteidigung gegen Menschen zugelassen, hat aber die oben genannten Risiken.

Pfefferspray ist zwar frei verkäuflich, darf aber nur zur Tierabwehr eingesetzt werden. Das muß auch auf der Dose stehen. Wer Pfefferspray einfach so einsetzt, verstößt gegen das Waffengesetz. Das kann mit Geldstrafe oder Haftstrafe geahndet werden. Wer Pfefferspray als Angriffswaffe einsetzt, macht sich wegen gefährlicher Körperverletzung strafbar. Das kann sogar mehrere Jahre Gefängnis nach sich ziehen. Im Falle der Notwehr darf es aber auch gegen Menschen eingesetzt werden. Es muß sich aber um eine echte Notwehrsituation handeln und der Einsatz muß „verhältnismäßig“ sein. In dem Moment, wo der Angreifer abläßt oder schon kampfunfähig ist, darf man nicht noch einmal nachsetzen und nocheinmal eine kräftige Ladung hinterhersprühen. Sobald der Angreifer von einem abläßt, sollte man schnellstens fliehen und in Sicherheit bringen.

PfefferpistolePefferpistole Eine Weiterentwicklung des Spraydöschens ist eine Art Pfefferpistole. Mit dem vertrauenerweckend klingenden „Guardian Angel“ (Schutzengel) hat man ein recht handliches Gerät mit zwei Druckladungen Pfefferflüssigkeit. Seine hohe Abschußgeschwindigkeit von bis zu 180 km/h verhindert jede Ablenkung durch Seitenwind. Das Abschußgerät ermöglicht eine viel genauere Zielsicherheit, und da es einen scharfen, gebündelten Strahl mit hoher Geschwindigkeit abschießt, ist die Gefahr für den Anwender, durch Gegenwind selbst in Kontakt mit dem Reizmittel zu kommen, so gut wie ausgeschlossen. Das Griffstück gibt sicheren Halt. Die Reichweite ist auch höher als bei den Spraydöschen, die erst unter zwei Metern Abstand wirklich sicher Wirkung zeigen. Mit dieser Pfefferpistole kann man zwei Ladungen direkt hintereinander zielgenau verschießen.

Elektroschocker

 

Elektroschokker , Gürtelclip

Elektroschokker mit Gürtelclip

 

Kommt der Angreifer bereits auf Tuchfühlung oder überrascht er sein Opfer durch plötzliches Zupacken am Arm, kann man ihm recht gut mit einem Elektroschocker entkommen. Vorausgesetzt, man hat diesen sofort griffbereit und einen Arm frei, ihn auch aus der Manteltasche oder Tasche zu ziehen. Das Gerät kann sogar dosiert eingesetzt werden. Ein Stromschlag mit einem Spannungsaufbau von 500.000 Volt für ein bis zwei Sekunden erzeugt bei dem Angreifer einen Muskelkrampf und Schrecken. Er wird daher loslassen und taumeln. Gelegenheit, Abstand zu gewinnen, möglicherweise zu fliehen. Ein Stromschlag von 2-3 Sekunden versetzt dem Täter einen mittelschweren Schlag, der einen Schock verursacht, den Angreifer vollkommen durcheinanderbringt und wahrscheinlich stürzen läßt. Achtung: Die Angreifer kann aber sofort wieder aufstehen. Dennoch ist er ersteinmal aus dem Gleichgewicht und ordentlich erschreckt und man selbst ist freigekommen. Sollte der Angreifer eine erneute Attacke starten, kann man einen weiteren Stromschlag geben oder andere Mittel einsetzen. Ein Stromschlag von 4-5 Sekunden führt beim Angreifer zu Desorientierung und einem minutenlangen Schock, er ist nicht mehr kampffähig und man kann entkommen. Gute Elektroschocker wie dieser haben überdies noch einen Sicherungsstift. Reißt Ihnen jemand das Gerät aus der Hand, wird der Sicherungsstift herausgezogen und der Schocker funktioniert nicht. Steckt man den Stift wieder hinein, funktioniert er wieder. Wegen gesetzlicher Vorschriften schaltet sich das Gerät nach 10 Sekunden Stromstoß von selber ab, weil es sonst zu gefährlich wird und der Angreifer ernsthafte Schädigungen davontragen könnte.  Der Einsatz eines Elektroschockers soll ja „verhältnismäßig“ sein, und in Notwehr den Angriff abwehren und dem Opfer sie Möglichkeit geben, sich in Sicherheit zu bringen. Ein 10-Sekunden Stromstoß ist allerdings schon sehr harter Tobak. Man kann nach zwei Sekunden Loslassen und Wiederbetätigen der Taste erneut einen Stromstoß anbringen. Das sollte aber nach 10 Sekunden sicher nicht nötig sein. Und noch einmal: Läßt der Angreifer ab, muß man sich in Sicherheit bringen. Eine unnötige, weitere Schädigung des Angreifers, wenn sie nicht mehr direkte Notwehr ist, ist nicht erlaubt.

Ein Elektroschocker funktioniert, indem er zuerst durch Induktion eine sehr hohe Spannung zwischen den zwei Spitzen erzeugt. Dabei fließt noch kein Strom. Ist die maximale Spannung erreicht (das geht sehr schnell), durchschlägt der Funke die Kleidung des Angreifers oder das Fell eines Tieres, in das man den Schocker drückt –  und in diesem Moment ist der Stromkreis geschlossen und der Strom fließt. Die Geräte beschränken die Stromstärke, die auf den Körper des Täters einwirkt, aber auf maximal 0,5 Milliampere. Denn Nerven und Muskeln im Stromweg reagieren bereits heftig ab wenigen Mikrovolt. Die Nerven, die ihre Signale nicht mehr weitergeben können, werden vollkommen überlastet und „schalten ab“. Das sensorische und motorische Nervensystem des Körpers wird lahmgelegt, die Muskulatur paralysiert. Um ein solches Gerät tragen zu dürfen, muß es ein PTB-Siegel (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) tragen.

Schreckschußpistolen, Gaspistolen Um solche Waffen „führen“, also mit sich tragen zu dürfen, ist der „Kleine Waffenschein“ Voraussetzung. Ist man nicht vorbestraft, über 18 Jahre alt und bestehen keine Zweifel, daß man die Waffe körperlich und geistig zu führen in der Lage ist, kann jeder so einen kleinen Waffenschein beantragen. Das macht man bei Kreisverwaltungen, der Polizei oder Landratsämtern. Nach einigen Wochen holt man sich den fertig ausgestellten Kleinen Waffenschein ab. Meist gegen eine Gebühr von ca 50 Euro. Bei Menschenansammlungen darf man wegen der panikerzeugenden Wirkung eines Schusses auch mit Kleinem Waffenschein keine Schreckschußpistole mit sich führen.

Mit einer Schreckschußpistole kann man niemanden töten. Doch der Gegenüber kann, wenn er nicht ein absoluter Kenner ist, nicht unterscheiden, ob es eine echte Schußwaffe ist oder nicht. Der Knall hört sich genauso an. Da dem erschrockenen Angreifer wenig Möglichkeiten bleiben, gefahrlos zu prüfen, ob das eine echte, scharfe Waffe ist, wird er mit ziemlicher Sicherheit das Weite suchen. Sollte man es dummerweise mit einem vollkommen kaltblütigen Täter zu tun haben, der es darauf ankommen läßt, hat man allerdings verloren. Im Normalfall kann man sich mit einer solchen Waffe auch eine ganze Gruppe Angreifer vom Leib halten, wenn man überzeugend auftritt und den Eindruck erweckt, daß der erste, der einen Angriff wagt auch den ersten Schuß abbekommt. Außerdem kann man einige Typen solcher Waffen auch mit CS-Gaspatronen beladen. Damit nebelt man den oder die Angreifer in eine Gaswolke ein, was diesen relativ schnell die Lust an weitere Aktivitäten nimmt. Es gibt auch Pfefferpatronen für diese Waffen. Erfahrene Trainer raten, das Magazin erst mit 2 CS-Gaspatronen zu laden (die zur Selbstverteidigung gegen Menschen grundsätzlich zugelassen sind) und den Rest des Magazins mit Pfefferspraypatronen zu füllen. Lassen sich Angreifer vom CS-Gasnebel nicht stoppen, kommen in Notwehr die Pfefferpatronen zum Zug.

Der laute Schuß dieser Waffen ist gleichzeitig ein Vor- und Nachteil. Die Menschen werden aufmerksam. Wenn man Glück hat, eilen sie herbei und die Polizei kommt sehr schnell. Wenn man Pech hat, kommen die Spießgesellen des Täters ihm zur Hilfe und man sitzt erst recht in der Tinte.

Alarm PuschelAlarme In Situationen, wo es sinnvoll ist, lautstark auf sich aufmerksam zu machen, ist ein Alarm sinnvoll. Man kann so etwas zum Beispiel sehr effizient mit einer einfachen Trillerpfeife machen. Die sollte man dann allerdings schon sofort griffbereit haben.  Sie um den Hals zu hängen ist keine gute Idee, der Täter kann einen an diesem Halsband packen und zu Boden reißen oder den Hals zuschnüren. Es gibt sehr unauffällige, sehr laute Alarme, die als Schlüsselanhänger oder Accessoire getragen werden. Zum Beispiel am Rucksack seitwärts oder am Riemen einer Handtsche oder an der Gürtelschlaufe der Jeans. Der Alarm Puschel sieht vollkommen harmlos aus, zieht man aber die Kette heraus, gibt das kuschelige Bällchen einen 120 Dezibel lauten Alarm von sich, der im weiten Umkreis deutlich hörbar ist und die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Ist man nicht unterwegs, kann man ihn mit einem kleinen Kippschalter ausstellen, um Fehlalarme zu vermeiden.

 

Selbstverteidigungsschirm Es gibt Regenschirme, die als solche untadelig ihren Dienst tun, im Falle eines Angriffes aber eine Überraschung für den Täter sind. Die sehr stabilen Stöcke, die in diesen Schirmen verbaut sind, fungieren als Abwehrwaffe. Man kann damit sehr effektiv zuschlagen und Tritte oder Schläge abwehren. Da der Angreifer nicht mit einer Regenschirmwaffe rechnet, hat man Überraschungsmoment auf seiner Seite. Die Schirme sind mit einer Stahlspitze ausgestattet, so daß sie auch als Stichwaffe dienen können. Der gebogene Griff kann eingesetzt werden, um dem Angreifer ein Bein wegzureißen und ihn zu Fall zu bringen. 

Der Vorteil: Es gibt nirgendwo rechtliche Einschränkungen zum Tragen dieser Waffe. Man kann sie überall hin mitnehmen, ins Flugzeug, Theater, öffentliche Verkehrsmittel und auch über Grenzen. Und niemand vermutet dahinter eine höchst wirksame Waffe.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz des Schirmes ist aber ein gewisses Training, Unerschrockenheit, Beweglichkeit und schnelle Reaktion. Man muß solche Situationen, wie sie in den Videos gezeigt werden, auch üben. Für ängstliche, ältere und unbewegliche Personen ist das keine Lösung. In diesen Videos wird gezeigt, wie man den Schirm einsetzt:

Für sehr wehrhafte und körperlich fitte Personen ist das Ding allerdings eine ganz ausgezeichnete Waffe, sogar bei Messerangriffen:

Schleudern, Zwyllen schleuderDavid brachte Goliath mit einer Steinschleuder zu Fall. Schleudern oder auch Zwyllen sind ebenfalls frei verkäuflich und können sehr effektive Waffen sein. Aber sie erfordern Übung, um damit genau zu zielen. Wer daran Spaß hat, mit einer guten und praktisch unkaputtbaren Sportschleuder zu trainieren, kann sich damit auch ernsthaft zur Wehr setzen. Mit Stahlkugeln bestückt kann die Schleuder bei Zielgenauem Einsatz einen Angreifer schnell von den Vorteilen einer Flucht überzeugen.

Nachteil: Man hat die Schleuder nicht immer gleich zur Hand. Sie kann sich in der Hosen- oder Manteltasche verkeilen. Und man muß den Stein oder die Stahlkugel erst einlegen und spannen. Nur nervenstarken und geübten Schützen wird das im Notfall gelingen. Im Gegensatz zu anderen Schleudern hat sie im Griff ein Kugelmagazin, damit man sehr schnell die nächste Stahlkugel einlegen kann.

Eine kleine, praktische Abwandlung davon ist die Taschenschleuder. Sie sieht zugegebenermaßen nicht beeindruckend aus, hat aber eine erstaunlich hohe Durchschlagskraft. Die MaßeTaschenschleudersind mit nicht einmal 6 x 2 cm sehr klein, so daß man sie gut in die Tasche stecken kann. Es gibt keine Griffe oder hakeligen Teile, die sich in der Tasche querstellen können, so daß man die Schleuder schnell genug herausbekommt. Mit dem höchst simplen Gerät kann man Kugeln, Steine und Pfeile verschießen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Schleuder muß man die Kugel oder das Geschoß nicht vorsichtig in dem Lederstück zwischen die Gummis plazieren um dann die Gummis zu spannen. Man läßt das Geschoß einfach in die Gummitüte fallen, packt es und zieht die Schleuder auf.

Sie ist auch wider Erwarten recht zielgenau. Kurz: Man traut es der seltsamen Gummitüte gar nicht zu, welche Wucht und Exaktheit sie an den Tag legt. Mit den Stahlkugeln hat sie eine bemerkenswerte Durchschlagskraft bis zu 20 Metern. Die Geschosse erreichen eine Geschwindigkeit von 350 km/h oder einen Energiewert von 12 Joule. Das entsprich der vierfachen Geschossenergie einer normalen Steinschleuder. Luftdruckwaffen dürfen laut geltendem Waffenrecht maximal 7,5 Joule Energiewert haben und nur sehr viel kleinere Projektile verschießen. Eine 8 mm Stahlkugel, die mit 12 Joule auftrifft, stellt ein Luftgewehr weit in den Schatten.

Auch für dieses böse, kleine Ding gibt es keinerlei gesetzliche Beschränkungen oder Vorschriften. Man kann es überall mit hin nehmen und im Prinzip alles damit verschießen. Niemand würde dieses Gummitütchen für eine hocheffektive Schußwaffe halten. Es besteht aus faserverstärktem Kunststoff und hochwertigem Latex, es gibt keine Metallteile daran. Das Pfeilzubehör muß man sich extra dazu kaufen. Hier ein Video dazu. Diese Taschenschleudern sind in den Staaten sehr beliebt.

Es gibt also eine ganze Menge Möglichkeiten, sich zu verteidigen. Jeder sollte sich überlegen, was am besten zu ihm paßt. Wer kräftig und trainiert ist, hat natürlich andere Möglichkeiten als jemand, der körperlich nicht wehrhaft ist. Aber auch für Untrainierte empfiehlt sich ein Selbstverteidigungskurs. Diese Trainings und Kurse schießen überall wie Pilze aus dem Boden. Auch das ist dem sinkenden Sicherheitsgefühl der Bevölkerung geschuldet. Wenn man dort auch nicht gerade zum Ninja wird: Das Training bereitet seelisch und körperlich auf solche Notwehrsituationen vor und man steht nicht völlig schockiert und gelähmt da und wird zum Opfer, ohne einen Gedanken an Verteidigung gefaßt zu haben. Man hat die Bewegungen geübt, man reagiert, und schon allein das bringt den Angreifer aus dem Konzept.

Wenn man weiß, daß es sinnlos ist, mit den Händen einen Würgegriff sprengen zu wollen, sondern sofort mit den Daumen die Augen des Angreifers attackiert, kommt man in Sekunden frei und kann den Überraschungsmoment nutzen. Der Täter hat dann genug mit seinen wild schmerzenden Augen zu tun und wird Panik bekommen – und man kann fliehen. Ebenso wenig Erfolg bringt ein Sich-winden, wenn man in den Schwitzkasten genommen wird. Ein beherzter, gezielter, fester Tritt auf die Zehen des Angreifes ist da schon aussichtsreicher. Und wenn man loskommt, noch ein Tritt in zwischen die Beine in die Kronjuwelen.

Die allerbeste Selbstverteidigung ist natürlich zu vermeiden, in eine solche Situation zu kommen. Aber da wären wir wieder bei dem Thema, den öffentlichen Raum aufzugeben.

Daher zum Abschluß noch die zehn Grundregeln, sich vor potentiellen Angreifern zu schützen:

  1. Kenne Deine Wege: kenne Dich gut aus auf den Wegen und Straßen, die Du üblicherweise gehst. Das heißt, Du mußt wissen, wo die Stellen sind, an denen sich Angreifer verstecken könnten und gehe in weitem Bogen drumherum oder suche einen anderen Weg. Gehe nicht auf uneinsehbaren Wegen. Nehme keine Abkürzungen, auf denen Du Dich nicht sehr gut auskennst. Vermeide Stellen, an denen man Dich in die Enge treiben kann.
  2. Stelle sicher, daß jemand weiß, wo Du bist und wann Du zurück sein wirst. Und daß derjenige für Dich per Telefon jederzeit ereichbar ist, bis Du sicher angekommen bist. Weiche nicht ohne Not von dem Weg ab, auf dem er Dich vermutet.
  3. Bewege Dich selbstbewußt. Angreifer sind wie Raubtiere. Sie suchen sich die Schwächsten aus. Gehe zielgerichtet und entschlossen und behalte Deine Umgebung im Auge, damit Du nicht überrascht werden kannst.
  4. Vertraue Deinen Instinkten. Wenn Du das Gefühl hast, verfolgt zu werden oder jemand ständig nahe um Dich herum ist und Du hast ein schlechtes Gefühl, gehe unverzüglich irgendwohin unter Menschen und rufe jemanden an, Dich abzuholen. Angreifer umkreisen ihr Opfer oft eine Weile, um es einschätzen zu können, bis sie sich entschließen, zuzuschlagen.
  5. Ändere Deine Gewohnheiten immer wieder und gehe nicht immer zur selben Zeit denselben Weg. Hole zum Beispiel nicht jeden Dienstagabend an demselben Geldautomaten Geld.
  6. Nimm Dinge mit, mit denen Du Lärm machen kannst. Trillerpfeifen, Taschenalarm etc. Die haben eine größere Reichweite als Dein Hilfeschrei. Außerdem kann ein Angreifer Dir den Mund zuhalten, einen Taschenalarm bekommt er nicht so schnell zum Schweigen und er wird sich kaum Zeit nehmen, dessen Funktion zu studieren. Wenn Du schreist, dann schreie „Feuer!“, denn dann kommen die Leute gerannt. Schreist Du „Hilfe!“, bringen sie sich in Sicherheit.
  7. Habe Mittel zur Selbstverteidigung dabei, und habe sie schon direkt an der Hand. Du hast keine Zeit in deinen Taschen zu suchen, wenn Du es brauchst. Ein spitzer Kugelschreiber in der Hand ist hilfreicher, als eine Pistole unten in der Handtasche.
  8. Kenne die verwundbaren Stellen des Angreifers: Schlage nicht blindwütig um Dich, wenn Du festgehalten wirst und zapple nicht sinnlos herum, das vergeudet Deine Kraft und die Panik in Dir wächst. Überlege, welche empfindliche Stelle für Dich ereichbar ist: Augen, Ohren, Kehle, Leistengegend (männliche Geschlechtsteile), Knie, kräftig auf die Füße treten – all diese Stellen kannst Du gezielt attackieren und, sobald er Dich losläßt, nocheinmal gezielt zuschlagen und fliehen.

 

Winter und Schneechaos – die Auto-Winter-Not-Kiste

Winter und Schneechaos – die Auto-Winter-Not-Kiste

(von Niki Vogt) Endlich richtig Winter. Die Welt ist verzaubert. Wie schön ist es da im warmen Heim, man mag doch nochmal den Weihnachtsbaum für ein paar Tage länger behalten und nochmal erleuchten und schöne Musik spielen lassen. Draußen, im Vogelhäuschen balgen sich die Piepmätze um das Futter, und der Kaminofen knackt und knistert. Idylle pur. Wenn man sicher daheim ist.

Zur selben Zeit an anderem Ort kann diese Winterwunderlandschaft sehr ungemütlich sein, nämlich, wenn man unterwegs ist. Solange die Straßen und Autobahnen frei sind und man einigermaßen zügig durchkommt, mag das ja alles noch angehen. Im Gegensatz zu den rumpelnden Kutschen früher haben wir in den neuzeitlichen Automobilen ja eine Heizung. Sogar für die Scheiben, damit sie nicht einfrieren. Besonders schön: eine Sitzheizung. Herrlich. Wundervoll, solange alles läuft.

Sobald aber die ungünstige Kombination von schneebedeckter Fahrbahn, vielleicht noch Schneetreiben und gleichzeitig unfähigen oder tollkühnen Autofahrer auf der Straße eintritt, sieht die Sache anders aus. Es reicht schon ein lieber Mitbürger, der entweder verantwortungslos fährt, unverzeihlicherweise mit Sommerreifen unterwegs ist oder schlichtweg mit der Situation überfordert – und es geschieht ein Unfall, oder jemand rutscht, schleudert und landet quer auf der Fahrbahn oder so dumm im Graben, daß die Straße blockiert ist.

Besonders ein sich querstellender Laster ist ein Garant für eine auf Stunden blockierte Straße. Wenn man Glück hat, kann man auf einer Landstraße wenden und sich wieder herausmanövrieren. Hat man Pech, steckt man stundenlang, wenn nicht fast einen ganzen Tag im Stau, besonders auf Autobahnen erwischt einen das übel. Dazu muß es noch nichteinmal Schnee und Eis haben. Es muß nur kalt sein und ein größerer Unfall passieren, der den Verkehr auf der Autobahn zum Stillstand bringt und für ein paar Stunden geht nichts mehr.

Das Problem: Man kann nicht einfach andauernd den Motor laufen lassen, denn das Benzin reicht nicht ewig. Stellt man aber den Motor ab, wird es schnell sehr ungemütlich kalt. Schon nach einer Stunde Hocken in der Kälte ist meist eine Erkältung abonniert. Nach mehreren Stunden wird es gefährlich. Dann fängt man an, draußen herumzuhüpfen und sich durch Bewegung aufzuwärmen. Was nur bedingt gelingt. Aber was bleibt anderes übrig?

Doch, da gibt es gute Möglichkeiten, die ich schon seit Jahren jeden Winter anwende und das mit großem Erfolg: Die Auto-Winter-Not-Kiste. Jeder aus der Familie hat die von mir aufgenötigt bekommen, und nach dem ersten Ernstfall-Einsatz auch sehr zu schätzen gewußt.

Man nimmt einfach eine stabile Klappkiste (natürlich geht auch ein Pappkarton), und dazu eine oder mehrere warme, gut isolierende Decken. Spezielle Isolierdecken gibt es bei Outdoorläden. Aber auch eine dicke, warme, ganz normale Wolldecke tut ihren guten Dienst. Vielleicht haben Sie welche, die nicht mehr so schick sind? Wer eigentlich immer allein fährt braucht nur eine, ansonsten noch eine für jeden Mitfahrer einstecken. Damit hält man es schon ganz gut aus im Auto. Es reicht dann für’s Schlimmste aus, von Zeit zu Zeit den Motor anzuwerfen, 10 Minuten zu heizen und dann wieder 20 Minuten in die Decke gemummelt auszuhalten. Richtig gut funktionieren zusätzliche Körper, Hand- und Fußwärmer. Die nehmen nicht viel Platz weg, entwickeln eine Wärme von über 50 °C und das über sieben Stunden. Bis dahin sollte die Situation ausgestanden sein. Wer sich so ein Körperwärmer-Pad auf den Bauch oder auf den Rücken zwischen Kleidung und Unterwäsche klemmt, in jeden Schuh einen Fußwärmer und die Hände mit Handwärmern richtig mollig warm hält, dabei in eine warmhaltende Decke gekuschelt, kann es locker einen Tag lang ohne zu frieren aushalten. Besonders wenn Kinder an Bord sind, kann das lebenswichtig sein. Ein paar Wärmekissen sollten immer in der Kiste sein.

Mein Tipp: Auch ein gutes Buch oder Zeitschriften in die Kiste packen, es wird langweilig. Auch das Radio sollte nicht stundenlang laufen, wenn man nicht fährt und die Autobatterie nicht nachgeladen wird. Das bedeutet auch, daß es dunkel wird im Auto, wenn der Motor aus ist, die Batterie geschont werden muß, aber die Sonne untergeht. Das pflegt sie im Winter relativ früh zu tun. Unverzichtbarer Bestandteil der Kiste ist daher auch eine Taschenlampe. Sehr gutes Licht geben Mag-Lite Taschenlampen, die allerdings teuer sind und viele dicke Batterien brauchen, was leider oft zu dem Effekt führt, daß man zwar eine tolle, schwere Lampe bei sich hat, aber die Batterien leer sind oder nur noch ein Weilchen funzeln. Wesentlich besser sind zu diesem Zweck LED-Taschenlampen. Wer sin um Batterien keine Sorgen machen will, kauft am besten LED-Lampen mit Kurbelantrieb. Da LED-Leuchtmittel sehr wenig Strom brauchen, erzeugen zwei Minuten Kurbeln genug Strom für eine ganze Weile Beleuchtung. Und dann kurbelt man wieder ein bißchen. So eine Lampe sollte man übrigens nicht nur im Winter im Auto dabei haben.

Hat man Kinder dabei, ist es besonders wichtig, etwas zum Zeitvertreib dabeizuhaben. Ein Märchenbuch zum Vorlesen, ein Lieblingsspiel der Kinder oder – in dieser Situation unbezahlbar – ein Tablet oder Smartphone, auf dem sie zusammen ein kindgerechtes Filmchen gucken können (gibt es zuhauf auf Youtube). Ein voll geladenes Tablet oder Smartphone kann eine ganze Weile für Ruhe im Fahrzeug sorgen, und das ist auch gut für die Eltern, die einer nervenzerfetzenden Zankerei zu Tode gelangweilter und frustrierter Kinder nicht entkommen können. Dabei ist das Langeweile-Gezänk noch die sanfte Variante. Frierende und hungrige Kinder schreien noch ganz anders und man ist als Eltern ziemlich verzweifelt, weil man weiß, daß die Lage gesundheitlich gefährlich wird für die Kinder und man sie nicht mehr ablenken der beruhigen kann. Und ob es dem Roten Kreuz oder dem THW gelingt, in angemessener Zeit aufzukreuzen und sich in der Rettungsgasse dann Hundert und mehr Fahrzeuge vorzuarbeiten und alle zu versorgen …

Essen hält Leib und Seele zusammen, heißt es –  und das nicht ohne Grund. Je nachdem, wann man zuletzt etwas zu Essen bekommen hatte, bevor man losfuhr, kann es sein, daß sich nach einiger Zeit Hunger einstellt. Nun würden die meisten von uns sicher keinen Schaden erleiden, einmal einen Tag lang nichts zu essen. Man ist aber in einem Winterstau auf der Straße in einer anderen psychischen und physischen Situation. Ersteinmal friert man sehr viel schneller, wenn man hungrig ist, und zweitens gerät man bald in eine ganz schlechte Laune bishin zur Panik, wenn man in einem Stau gefangen ist, kalt, hungrig und ungewiß, wann und wie es weitergeht. Also wäre es gut, etwas zu essen.

Daher sollten in der Auto-Winter-Notkiste neben der Wolldecke, Wärmepads und einem guten Thriller noch ein paar Kekspackungen oder anderes Knabberzeugs sein. Das spendet Trost, stillt etwas den Hunger und verschafft bessere Laune. Am besten etwas Salziges, das wärmt. Und ausreichend Wasserflaschen zum Trinken, denn das Knabbern macht durstig, und man sollte auch nicht lange Zeit ohne Trinken sein. Besonders bei Kindern ist das sehr wichtig. Wer nicht ständig das Knabberzeugs erneuern will, der kann sich auch haltbare Langzeitnahrung ins Auto stellen. Zum Beispiel Dosen mit Vollkornbrot oder Pumpernickel. Das ist gesund, nahrhaft, schmeckt richtig gut und hält lange. Vielleicht noch aus dem Supermarkt länger haltbare Aufstriche wie zum Beispiel Streichwurst im Glas, ein Glas Nuß-Nougat-Creme oder Fischkonserve dazu – schon kann man sich ein Abendbrot machen.

Noch besser, tröstlich und absolut Deluxe ist aber etwas richtig warmes zu Essen in dieser Situation. Wie das geht? Auch dafür hat die Militär-, Outdoor- und Survival-Szene längst schlaue Lösungen entwickelt. Es gibt einen Kocher ohne Feuer. Das ist wichtig, denn im Winter ist es höchst ungemütlich, draußen mit einem Campingkocher herumzuwerkeln und einen Topf aufzusetzen, in den es hineinschneit, während man das Zittern und Frieren anfängt und eiskalte Füße bekommt. Wenn es nicht überhaupt zu windig ist. Im Auto kann man aber keinen Campingkocher anzünden. Hier sind diese feuerlosen Kocher geradezu ein Segen. Man brauch nicht einmal einen Topf dafür, der ist integriert. Das Ding besteht aus einer äußeren Kunststoffdose, einer darin befindlichen Edelstahlschale (da kommt das Essen hinein) und einem Deckel. Man legt in die Kunststoffschale ein Hitzekissen (kann man nachkaufen) und gibt Wasser darauf (mißt man in der Verpackunstüte des Heizkissens ab). Das Wasser setzt eine chemische Reaktion in Gang, die Hitze freisetzt, bis zu 95 °C! In die Kunststoffschale, auf dieses sich darin erhitzende Kissen, setzt man die Edelstahlschale mit dem Essen und darauf den Deckel, wie bei einem Topf, ganz einfach. Man kann den Deckel mit Klappverschlüssen dicht verschließen, so daß auch bei Umkippen im Auto nichts passiert.

Mit diesem feuerlosen Kochtopf kann man viel machen. Man kann einfach ein Glas mitgenommene Würstchen darin heiß machen, oder Tütensuppen, die man mit Wasser aus der Mineralwasserflasche anrührt. Man kann mitgenommene Nudeln darin kochen, ein fertiggericht oder eine Dose Ravioli … was man eben in so einer Situation am liebsten essen würde. Die Heizkraft reicht sogar aus, um etwa eine halbe Stunde lang Reis darin zu kochen. Wie gesagt, man kann die Heizkissen nachkaufen, der feuerlose Topf ist kein Einmal-Gebrauchs-Gegenstand. Also: Feuerlosen Kocher und Speisen zum darin zubereiten auch noch in die Auto-Winter-Not-Kiste packen.

Wie man den Kocher benutzt, kann man hier sehen:

Wenn man sowieso in Eis und Schnee im Auto sitzt und nicht weg kann, aber zufrieden und warm mit einer warmen Mahlzeit im Bauch, was zu knabbern und zu trinken und einem guten Buch in die Decke eingemummelt und mit Körperwärmern schon warm gut aufgehoben ist, bis es irgendwann weitergeht, sieht die Sache doch einigermaßen freundlich aus. Und man muß nicht fürchten, daß man sich eine schlimme Erkältung einfängt. Insbesondere, wenn man als Familie mit Kindern unterwegs ist, wird das Ganze zum großartigen Abenteuer. Sie sind dann der Held Ihrer Kinder! Die schauen nämlich staunend und bewundernd beim Kochen im Auto zu, kuscheln sich in die Decken, sind warm und gemütlich und können spielen, einer Geschichte zuhören oder Filmchen gucken und irgendwann ruhig einschlafen, denn sie haben volles Vertrauen in ihren Papa und/oder Mama, die die Situation beherrschen und immer wissen, was zu tun ist.

Das ist etwas ganz anderes, als frierend, hungrig, genervt und besorgt, weil nichts mehr geht, die heulenden, verzweifelten Kinder in Schach zu halten. Glauben Sie’s mir, ich hab das selbst durchexerziert. Nie wieder ohne Auto-Winter-Not-Kiste!


 

Kreativ durch den Kräsch

Kreativ durch den Kräsch

Liebe Profi-Prepper,

Ich freue mich sehr, an dieser Seite mitwirken zu dürfen und so ein bißchen beitragen zu können, daß Menschen aufwachen und sich vorbereiten. So können viel mehr Menschen einigermaßen gut durch die Krise kommen und auch anderen helfen.

Viele Krisenexperten geben - wirklich sehr gute! -Ratschläge, wie man weitab vom Getriebe der Großstadt auf dem Lande sich selbst versorgen kann. Unglücklicherweise haben die meisten von uns nicht das Geld oder stehen nicht in der beruflichen Situation, abgeschieden auf dem Land leben zu können. Ich finde es schlimm, all diesen Menschen durch die Blume zu sagen, daß sie keine Chance haben. Das stimmt auch nicht. Ich habe mich daher spezialisiert darauf, besonders auf die Möglichkeiten der Stadtbewohner einzugehen.

Hier stelle ich ich Ihnen einen Vortrag von mir auf dem Regentreff vor, bei dem ich ganz speziell zur Krisenvorsorge im städtischen Lebensraum spreche.

Ich gebe mir Mühe, meine Vorträge möglichst nicht unheilschwanger und todernst zu gestalten, denn das Thema ist schon ernst genug. Man löst Probleme und bewältigt harte Zeiten aber immer am besten mit Unternehmungsgeist, Einfallsreichtum und Humor.

Genau das wünsche ich Ihnen, lieber Leser, und hoffentlich kann Ihnen mein Vortrag etwas vermitteln, was Sie  brauchen können. Ich wäre glücklich zu wissen, daß ich doch vielleicht dem einen oder anderen das Überleben ermöglicht und erleichtert habe.

Nun viel Spaß,

Ihre Niki Vogt

 

Lebensnotwendiges Wasser - Bevorratung und Gewinnung

Lebensnotwendiges Wasser - Bevorratung und Gewinnung
(von Niki Vogt) Nicht ohne Grund hat die Bundesregierung in ihren Empfehlungen zu den Notvorräten, die jeder anlegen sollte, ganz besonderen Wert auf die Wasserbevorratung gelegt. Die Erfahrung ist uralt: Drei Wochen überlebt der Mensch ohne Nahrung, drei Tage ohne Wasser, drei Minuten ohne Luft. Wasser ist also schon sehr kurzfristig überlebenswichtig. Aber sogar Menschen, die sich ansonsten sorgfältig vorbereiten, lassen diesen Punkt oft und unerklärlicherweise außer Acht.

 

Wasser kommt doch immer aus dem Wasserhahn!?

In Zeiten, wo alles funktioniert, sicher. Doch schon, wenn das Wasserwerk einmal für ein paar Stunden wegen irgendwelcher Reparaturen die Versorgung mit Leitungswasser abstellt, merken wir erstaunt, wie oft wir Wasser verbrauchen, ohne darüber nachzudenken. Schon ein paar Stunden sind irritierend. Was geschieht, wenn es wochenlang kein sauberes Wasser gibt? Sollten tatsächlich wegen einer echten Krise die Versorgungswerke still liegen, gibt es weder Wasser noch Strom. Die Pumpen in den Wasserwerken fallen wegen fehlenden Stroms aus und damit wird kein Wasser mehr durch die Leitungen gedrückt. Egal, wie viel eigentlich davon in den öffentlichen Wasserspeichern vorhanden ist.

Denn ohne Kraftstoff und Strom kann auch kein Wasser mehr aus Uferfiltrat oder Flußwasser gewonnen werden, selbst das riesige Trinkwasserreservoir am Bodensee, das halb Süddeutschland versorgt, fällt aus, sobald es weder Elektrizität noch Diesel gibt.

Die Tankstellen liegen ebenfalls deutschlandweit brach, denn ohne Strom funktionieren die Pumpen auch dort nicht mehr und der Kraftstoff liegt nutzlos in den Tanks im Boden. Nur 2% der Tankstellen in Deutschland verfügen über Notstromgeneratoren.

Das bedeutet: Es kommen auch keine Tankwagen in die Städte, um dort Trinkwasser zu verteilen.

Wer auf dem Land neben einem klaren, plätschernden Bächlein wohnt, kann diesen Artikel getrost zur Seite legen. Aber – wer tut das schon?

In der Stadt wird es schwierig, Trinkwasser zu besorgen. Irgendwo und irgendwann findet man zwar immer etwas. Und wer einen guten, mobilen Wasserfilter hat, kann auch mit Pfützenwasser oder mit dem Teichwasser im Park schon Einiges erreichen. Doch selbst das wird an trockenen Tagen mühsam. Es ist auch nicht immer ratsam, bei möglichen Aufständen und Unruhen draußen herumzulaufen und Wasser zu suchen. Möglicherweise gibt es auch Ausgangssperren.

Wasserbevorratung – wie und wo?

Um genügend Zeit und die Möglichkeit zu haben, sicher zu Hause bleiben zu können, sollte man Trinkwasser bevorraten. Am besten für einige Wochen. Danach wird sich weisen, ob man sich auf längere Krisenzeiten einstellen muß – oder ob es sich um einen holprigen Übergang handelte, und nach drei, vier Wochen pendelt sich wieder alles ein. Aber wie lagert man Wasser richtig?

In den südlichen Ländern Europas ist man an einen temporären Ausfall der Wasserversorgung gewöhnt. Dort sieht man überall auf den Dächern große, tonnenförmige Wasserzisternen und in den Supermärkten gibt es die großen, stabilen Wasserkanister mit fünf und zehn Litern. Bleibt der Nachschub via Wasserleitung aus, kann man eine Weile davon leben. Allerdings schmeckt es nach ein paar Tagen schon leicht brackig. Viele Leute in den Mittelmeerländern lagern daher lieber die großen Plastikflaschen mit Trinkwasser aus dem Supermarkt in einem dunklen, kühlen Raum. Dieses Wasser schmeckt noch sehr lange gut und ist ohne Einschränkung brauchbar. Dabei muß man, wie bei allen Vorräten darauf achten, den Inhalt der Kanister ständig von alt nach neu zu verbrauchen und entsprechend nachzukaufen – und es keimfrei zu halten. (Der Raum muß allerdings wirklich dunkel sein, denn bei Lichteinfall braucht nur eine einzige Algenzelle im Wasserkanister zu sein, und bald hat man eine wundervoll grüne Algensuppe, wenn es nicht einwandfrei versiegelte Kanister sind.)

Man kann natürlich genügend Behälter sammeln, die man befüllt, sobald die Situation es geboten erscheinen läßt. So ganz vollkommen unvermutet und von einer Sekunde auf die andere fallen Strom und Wasser wahrscheinlich nicht für Wochen aus. Zeit genug, um Kanister zu befüllen und zu lagern. Zusammen mit den Essensvorräten und anderen Mitteln der Krisenvorsorge kann man es dann eine Weile in seiner Festung spielend aushalten. Kunststoff wird leicht spröde und sobald ein solcher Behälter bricht oder ein Loch hat oder splittert, läuft das Wasser hinaus. Aber auch hier gibt es praktische und pfiffige Lösungen. Faltbare Kanister aus lebensmittelechtem, biegsamem Kunststoff sind die angenehmste und praktikabelste Lösung für so eine Situation. Die zusammengefalteten Behälter nehmen kaum Platz weg. Haben sie auch noch eine Würfelform, lassen sie sich selbst in vollem Zustand platzsparend aufeinanderstapeln und nutzen den vorhandenen Lagerraum optimal aus. So ein faltbarer Wasserkanister aus lebensmittelechtem Kunststoff hat ein Fassungsvermögen von 20 Liter. Er eignet sich hervorragend dazu, Trinkwasser platzsparend zu lagern.  Die Wasserentnahme ist durch den schon fertig daran montierten Ablaßhahn sehr einfach. Ein Schraubdeckel zum fest verschließen ist auch dabei.

Wer eine große Garage oder einen geräumigen Keller hat, der kann dort genug Wasservorrat stapeln. Was aber, wenn Sie in einer Etagenwohnung in der Stadt leben?

WaterBob - der praktische Wasserhälter für Ihre Badewanne - prepper-profi - 2Wesentlich pfiffiger ist hier eine Art Riesenkanister aus solchem Kunststoff. Er ist so geformt, daß er genau in eine normale Badewanne paßt. Damit kann man eine große Menge Wasser vorrätig halten, ohne daß die halbe Wohnung voll Flaschen und Kanistern steht, außerdem ist die Badewannenkonstruktion für das große Wassergewicht auch ausgerichtet. Und man hat den Riesenkanister direkt am Wasserhahn, falls man nachfüllen möchte, wenn mal wieder Wasser kommt. (Man muß dann allerdings vorher mit einem Topf testen, ob das, was da nach einiger Zeit Wasserausfall wieder aus dem Hahn kommt, nicht rostig ist.) Ich habe diesen in den USA und Kanada recht gebräuchlichen „Waterbob“ dort gesehen und auch in meinem Krisenvorsorgevortrag gezeigt, bisher war er aber nicht in Europa zu bekommen. Ich bin immer wieder darauf angeredet worden, wo man diesen Wasservorratsbehälter herbekommen kann. Jetzt gibt es ihn hier auch zu kaufen.

Mit einigen hundert Litern Wasservorrat ist man eine ganze Weile auf der sicheren Seite. Und wenn das Wasser abgestellt ist, kann man sowieso nicht baden.

 

WaterBob - der praktische Wasserhälter für Ihre Badewanne - prepper-profi - 3

Ein praktisches, großes Wasserreservoir, in dem man ganz einfach und schnell einige hundert Liter Wasser aufbewahren kann. Über das rote Ventil kann man das Wasser aus der großen Plastikblase (lebensmittelecht) wieder abzapfen.

 

Um sicher zu stellen, daß das abgefüllte Wasser auch bei längerer Lagerung keimfrei bleibt und trinkbar ist, sollte man ein unschädliches Entkeimungsmittel zusetzen. Dazu eignet sich das Entkeimungsmittel MMS oder das chemiefreie Mittel Micropur. Micropur dient zur Haltbarmachung von Trinkwasser bzw. dazu, Trinkwasser über einen längeren Zeitraum lagerfähig zu machen. Das Mittel hält das Wasser auf eine umweltfreundliche Weise frei von Keimen, Algen und Gerüchen und konserviert Trinkwasser bis zu 6 Monaten! Man gibt einfach die Tabletten nach Gebrauchsanweisung und Größe des Behältnisses in den Kanister oder Tank. Bereits nach 2 Stunden wirkt das Micropur und hält das Wasser für Monate rein. Diese chemiefreie und erstaunliche Wirkung basiert auf Silberionen, die eine keimtötende und antiseptische Wirkung haben. Keine Chemie und kein Chlor, kein Gift! Eine Packung Micropur ist ausreichend für 400 Liter Wasser.

Wasser finden und aufbereiten

Natürlich gibt es auch Mittel und Wege, Wasser aus der Umgebung zu besorgen. Um so genanntes „Fundwasser“ aus Teichen, Pfützen und Flüssen sauber zu bekommen, muß man aber einigen Aufwand betreiben. Zuerst sollte man es filtern. Zur Not entfernen Kaffeefilter oder dicht gewebte Stofftücher den Schmutz aus dem Wasser. Keime und Bakterien kann man aber nur durch heftiges Kochen abtöten. Geht das nicht, kann  man klares Wasser in Glasflaschen auch durch Sonnenlicht desinfizieren. Steht die Glasflasche mindestens 8 Stunden im prallen Sonnenlicht, sorgt der UV-Anteil des Sonnenlichtes dafür, daß Keime und Bakterien abgetötet werden. Das funktioniert aber nur bei voller Sonne! Schadstoffe kann aber weder das Kochen, noch das Sonnenlicht aus dem Wasser entfernen. Besteht der Verdacht, daß Chemikalien im Wasser sind braucht man einen leistungsfähigen Filter, wie oben, zu Anfang beschrieben.

Eine andere Möglichkeit ist, sich frühzeitig zu informieren, wo es natürliche, saubere Quellen in der Umgebung gibt. Frischwasserquellen kann man sehr leicht mittels topographischer Karten, die man günstig in Buchhandlung erwerben kann, finden. Wer genau wissen möchte, welche Qualität das Quellwasser in seiner Umgebung hat, kann dieses Wasser auch zur Analyse an Labore zur Untersuchung geben. Auf www.vorgesorgt.info findet man schnell nach Bundesländern sortiert alle von den Bundesländern freigegebenen Labore. So kann man sicher sein, daß die Analyse mit der notwendigen Sorgfalt ausgeführt wird. So eine Maßnahme muß man aber deutlich VOR dem Ausfall der Wasserversorgung ergreifen. Im Krisenfall senden Sie nichts mehr nirgendwohin.

Wer einen großen Garten hat und eine direkte Zufahrt, kann sich auch einen Brunnen bohren lassen. Wichtig ist auch hier eine Analyse des Grundwassers, das man dann nutzen will. Außerdem muß man sicher sein, daß es erlaubt ist, einen eigenen Brunnen zu bohren. So ein Gerät ist meistens auf einen mittleren Laster montiert. Unauffällig und heimlich kann man das also nicht machen. In einer längeren Krise hat man allerdings Zeit genug, selber von Hand nach Wasser zu graben, wenn es nahe genug an der Oberfläche verläuft und gut zu erreichen ist. Auch so etwas kann man vorher prüfen lassen.

Dann gibt es noch die „Trinkwassernotbrunnen“, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereitstellt. Es sollen etwa 5000 Brunnen sein. Wo diese sich befinden, ist aber anscheinend Dienstgeheimnis, wie uns besagtes Bundesamt wissen ließ: „Die Lage der Notbrunnen ist in einer internen Datenbank von Bund und Ländern erfasst. Die Daten sind allerdings nicht öffentlich zugänglich, sondern werden von den Behörden aus sicherheitlichen Erwägungen grundsätzlich nur bei Vorliegen eines dienstlichen Interesses weitergeben. Spätestens im Einsatzfall wird die Bevölkerung von den zuständigen Stellen über die Brunnenstandorte und das Prozedere zur Wasserverteilung unterrichtet. Bei begründetem Interesse an der Lage einzelner Brunnen in einer Kommune (z.B. Liegenschaftsangelegenheiten) können die für die Umsetzung der Wassersicherstellung zuständige Behörde am Ort, für Bayern das Bayerische Landesamt für Umwelt am Dienstort Hof oder das BBK angesprochen werden.“

Was uns aber an Informationen hierzu offensteht, ist auf einer Webseite des Bundesamtes zu lesen: http://www.bbk.bund.de/DE/AufgabenundAusstattung/Wassersicherstellung/wassersicherstellung_node.html

Zwar bemißt man hier pro Kopf 15 Liter Wasser pro Tag: „Aufgabe der Trinkwassernotversorgung nach Wassersicherstellungsgesetz (WasSG) ist die Versorgung der Bevölkerung in Deutschland mit überlebensnotwendigem Trinkwasser im Verteidigungsfall, d.h. die Gewährleistung einer Grundversorgung. Die planmäßige Wassermenge pro Person und Tag beträgt dabei 15 Liter. Darüber hinaus muss Trinkwasser für Krankenhäuser und andere vergleichbare Einrichtungen, Betriebswasser für überlebenswichtige Betriebe, sowie auch Wasser für Nutztiere bereitgestellt werden.“

Allerdings können nur 25% der Bevölkerung über diese Brunnen mit Wasser versorgt werden: „Bisher hat der Bund über 5.000 Trinkwassernotbrunnen und -quellen geschaffen, die gleichzeitig etwa 25 % der Bevölkerung versorgen könnten. Unter dem Aspekt „Sicherheit“ ist besonders hervorzuheben, dass es sich bei diesen vielen Einzelwasserversorgungen um leitungsnetzunabhängige Anlagen handelt, die sich in der Regel unmittelbar in Wohngebieten von Großstädten und Ballungsräumen befinden. Die Lage der Notbrunnen wurde so gewählt, dass sie jederzeit leicht zugänglich sind und die Versorgungswege für die Bevölkerung nicht unzumutbar lang werden. Die Anlagen sind so konzipiert und ausgestattet, dass sie jederzeit in Betrieb genommen werden können. Sowohl ihre Leistung, als auch die Wasserqualität sind geregelt und werden, genau wie die Betriebsfähigkeit der Anlagen, in regelmäßigen Zeitabständen überprüft.“

Es bleibt also dabei, daß man sicher gut beraten ist, sich zumindest für den Höhepunkt einer Krise ausreichend mit Wasservorräten zu versorgen, damit man nicht während der größten Unruhen aus dem Haus muß und sich unnötig in Gefahr begibt. Wer aus Wassermangel gezwungen ist, sich und die Seinen mit Fundwasser durchzubringen, riskiert sehr schnell ernste Erkrankungen, die das Leben gerade in solchen Zeiten gefährden. Man kann in einer solchen Situation nicht davon ausgehen, ärztliche Hilfe zu erhalten. Wer also nicht ausreichend sauberes Trinkwasser einlagern kann, sollte wenigstens einen oder zwei leistungsstarke Filter besitzen, um Fundwasser aufbereiten zu können.

Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf,

Ihre Niki Vogt


          

Stromausfall im Winter? Wie Sie trotzdem Heizen und Kochen können!

Stromausfall im Winter? Wie Sie trotzdem Heizen und Kochen können!

Liebe Leser,

In den Empfehlungen zur Notfallvorsorge der Bundesregierung wurde großes Gewicht auf die Bevorratung von Batterien und Akkus, Taschenlampen und anderen Utensilien gelegt, die bei einem längeren Stromausfall wenigstens die schlimmsten Folgen abwenden könnten.

Die Gefahr, daß Deutschland im Winter mit großflächigen Stromausfällen zu kämpfen hat, steigt seit der Energiewende stetig. Der hektische Umstieg von Atomstrom auf Ökostrom funktioniert nicht so, wie uns das die Politik glauben machen wollte. Überall entstehen zwar neue Wind- und Solarparks zur Stromerzeugung. Darauf ist das Netz aber gar nicht eingerichtet. Es war vor zwanzig Jahren daraufhin gebaut und ausgerichtet worden, von wenigen großen Kraftwerken aus die Elektrizität im Land zu verteilen. Heute funktioniert nicht nur die Energieerzeugung ganz anders. Darüber hinaus sind auch noch die Leitungen und Masten in die Jahre gekommen und der Wartungsaufwand wird zudem noch reduziert. Experten halten es geradezu für ein Wunder, daß unser Stromnetz überhaupt noch so gut funktioniert.  

Dazu kommt, daß  die viel gepriesenen erneuerbaren Energien nicht zuverläßig sind. Geht eine Windfront quer über Deutschland, entstehen da, wo sie hinkommt, Überkapazitäten, die das Netz belasten. Wo der Wind abflaut, fehlt Windstrom. Das Netz kann diese Extreme kaum adäquat verteilen. Die Solarenergie produziert naturgemäß dann am allerwenigsten, wenn es am meisten gebraucht wird: Wenn es dunkel ist und kalt.
Imer öfter werden Noteingriffe seitens der Stromerzeuger nötig, um das Netz vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Ein tagelanger Blackout ist nur noch eine Frage der Zeit.

Am 15. November 2012, morgens um viertel nach sieben, gab es ein Donnern im Heizkraftwerk Föhring (München). Weißer Qualm stieg auf und in großen Teilen Münchens fiel der Strom aus. Um kurz nach acht Uhr morgens zeigte sich, dass die Innenstadt Münchens und die Stadtteile Schwabing, Laim, Pasing, Lehel, Giesing, Sendling, Riem und Solln ohne Elektrizitätsversorgung waren. Tausende Fahrgäste warten ratlos in U-Bahnhöfen und am Hauptbahnhof. Lautsprecher funktionieren nicht. Aus den dunklen, nur mit Notbeleuchtung spärlich erhellten U-Bahnstationen fliehen die Leute ängstlich ins Freie. Der Verkehr ist chaotisch, weil die Ampeln ausgefallen sind, die Polizei kommt endlich und regelt große Kreuzungen per Hand. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz, um Menschen aus steckengebliebenen Aufzügen zu befreien. In der Notrufzentrale gehen allein zwischen 7 und 9 Uhr morgens 1000 Notrufe ein. Zahlreiche Fehlalarme von Juweliergeschäften und Banken überfordern die Besatzungsstärken der Polizeikräfte. Erst gegen 14 Uhr normalisiert sich die Lage wieder.

Was sich im öffentlichen Leben als spektakulärer Ausnahmezustand zeigte, war auch in den eigenen vier Wänden sehr unangenehm: Heizung und Licht funktionierte nicht, es gab kein warmes Wasser zum Duschen und der Wasserkocher für den Kaffee machte keinen Mucks. Glück im Unglück: Am Nachmittag kam der Strom wieder, die Heizungen sprangen wieder an und auch alle anderen Annehmlichkeiten des Lebens, die am Strom hängen, arbeiteten wieder.

Glücklicherweise war es Anfang November noch nicht so kalt und am Abend war der Schrecken schon fast wieder vergessen. Wenn die Befürchtungen der Experten stimmen, stehen uns aber gerade in der Zeit der höchsten Strombelastung, also im tiefen Winter, Blackouts von mehreren Tagen bevor. Dem erhöhten Verbrauch steht nämlich eine verringerte Strommenge gegenüber. Gerade die gepriesenen Solarpaneele erzeugen in der dunklen Jahreszeit viel weniger Elektrizität. Starke mechanische Belastungen durch Schnee und Eis setzen den alt gewordenen Oberleitungen sehr zu. Wir erinnern uns nur an das Schneechaos von 2005 im Münsterland.

Wer im Winter unversehens vom Strom abgeschnitten wird, gerät bereits innerhalb eines Tages in Probleme. Denn auch eine Ölheizung oder Gasheizung braucht Strom, um den Brenner und die Ölpumpe und die Pumpe für den Heizreislauf zu betreiben. Wer Kaminöfen hat, kann sich helfen. Kerzen sind zwar eine romantische Beleuchtung, aber dennoch eine Notlösung und schnell verbraucht. Richtig hell wird es damit nicht.
In den meisten Stadtwohnungen gibt es aber keine Kaminöfen. Wer in einer Altbauwohnung wohnt, kann wahrscheinlich sogar einen Anschluß zu einem noch vorhandenen Kamin legen und einen Holzofen installieren. Dem muß der Hausbesitzer aber zustimmen. Viele Hauseigentümer wollen das wegen der Feuergefahr nicht. In Neubauten gibt es meistens gar keine Kamine – und damit überhaupt keine Möglichkeit mehr, einen solchen Ofen zu installieren.

Doch auch hier gibt es gute Lösungen: Öfen und Lampen, die mit Petroleum betrieben werden.
 
Alkan als Brennstoff
Benutzt man statt normalem Petroleum ein hochreines Paraffinöl, das Alkan, entsteht dabei weder Ruß noch eine Geruchsbelästigung. Während Petroleum nach einer Weile verschlammt, ist dieses Alkanöl ist extrem lange – nahezu unbegrenzt - haltbar. Dieser Brennstoff von höchster Qualität schont außerdem die Geräte, in denen es verwendet wird.

Die schwarzen Flaschen schützen den Inhalt vor dem zersetzenden Sonnenlicht. Das Alkan muss also nicht in einem dunklen Raum untergebracht werden. Es ist in stapelfähigen 12-Liter-Kartons abgepackt. Es kann daher auch in einer Wohnung gut und platzsparend auf Vorrat gehalten werden. Gerade für Stadtwohnungen sind Petroleumgeräte ideal. Wer möchte schon zentnerweise Brennholz in den 4. Stock schleppen und die Asche nachher wieder hinunter tragen? Das Alkan verbrennt vollständig und rückstandsfrei, schmutzt nicht und die leeren Flaschen gibt man in den Plastikmüll.

Petroleumofen
Für unserem Krisenshop haben wir für für so einen – durchaus nicht unwahrscheinlichen -  Fall eines Stromausfalls in einer Stadtwohnung einen Petroleumofen ausgesucht, der – bei einem durchaus bezahlbaren Preis – hohen Komfort bietet und ein sehr ausgereiftes Modell ist. Der Aufbau ist sehr unkompliziert, die Bedienung kinderleicht:

Petroleum in den herausnehmbaren Brennstofftank einfüllen, einsetzen, auf den Starterknopf drücken – und der Ofen heizt. Er braucht keinen Kaminabzug und keinen besonderen Untergrund. Innerhalb von zwei Minuten verbreitet er wohlige Wärme. In einer Stunde ist ein Raum von 40 Quadratmetern wohlig warm mit 23 °C.
Als Sicherheitsmerkmale verfügt das Modell auch noch über eine automatische Notabschaltung, falls er zu heiß wird sowie eine Kipp- und Stoßsicherung. Praktischerweise ist auch über einen CO2-Sensor eingebaut. Falls also zu wenig Sauerstoff im Raum ist, schaltet sich der Ofen automatisch aus - lange, bevor die Gefahr eines Sauerstoffmangels gegeben ist.
In seinen Tank passen 4 Liter Brennstoff, was eine Betriebsdauer von 16-20 Stunden ermöglicht. Anhand eines Sichtfensters am Tank kann man den Füllstand prüfen.

Einen Raum von bis zu 40 Quadratmetern wärmt dieser Ofen in einer Stunde auf angenehme 23 °C. Im Notfall und bei maximaler Einstellung kann man bis zu 120 Quadratmeter damit heizen. Der Ofen läuft geräuschfrei, wenn der Brenner richtig eingestellt ist. Damit ist der Ofen ein wirklich gutes, wirkungsvolles und sehr bequemes Gerät, mit dem man ganz einfach und sicher eine Wohnung im Winter und bei längerem Stromausfall wohlig warm beheizen kann.


Als besonderes Plus bietet der Ofen auch die Möglichkeit, darauf zu kochen. Gerade, wenn es kalt ist draußen, wenn man mit Behelfsbeleuchtung arbeitet, wenn die Laune im Haus nicht die Beste ist gilt: Essen hält Leib und Leben zusammen. Mut und Zuversicht steigen beträchtlich mit einer warmen Mahlzeit in einem angenehm beheizten Raum. Wenn Sie Kinder haben, werden Sie sehr froh sein, daß sie keine jammernden, frierenden, verängstigten Kinder haben, die sich schlimm erkälten und das eiskalte Essen, was da ist, nicht anrühren wollen.

Mit dem Alkan als Brennstoff lassen sich auch wunderbar Petroleumlampen befüllen, die ein warmes, gemütliches Licht verbreiten. Mit einer warmen Mahlzeit im Bauch in einem angenehm warmen Zimmer bei heimeliger Beleuchtung zusammenzusitzen, vielleicht endlich einmal wieder zusammen Mensch-ärgere Dich nicht zu spielen oder zu lesen, ist dann schon fast wieder romantisches  Abenteuer und so kann man die Zeit, bis der Strom wieder einsetzt, sehr kommod verbringen.


Die einfache Petroleum-Sturmlaterne, der Klassiker unter den Petroleumlampen, den man sowohl zur Beleuchtung im Haus, aber auch draußen verwenden kann ist für wenig Geld zu haben. Sie ist die uralte Version dieser Lampenart und nicht mehr zu verbessern. Die Lichtausbeute ist gut und in den kleinen Tank passen meist 150 ml Brennstoff. Damit kommt die Lampe etwa 20 Stunden aus. Und das genug für drei bis vier Abende. Sie bietet eine sehr gute Lichtausbeute bei einfachster Bedienung. Die Lampe ist höchst robust, vernickelt oder lackiert und mit einem feuerfesten Glaszylinder ausgestattet. Man ist damit vollkommen unabhängig von Strom und Batterien, egal, wo man sich befindet. Nicht ohne Grund wird diese Lampe weltweit bei Militär, Hilfsorganisationen, an Baustellen und Sicherheitsvorkehrungen genutzt. Sie ist so gut wie unverwüstlich und sparsam im Verbrauch.

Sie sehen, es braucht also nicht allzuviel, um einen Stromausfall auch bei Kälte gut zu überstehen. Man muß nur vorausdenken und vorbereitet sein.